Auf den folgenden Seiten findet ihr das Archiv unserer Herren Mannschaft mit Rückblicken in die Brandiser Fußball Geschichte

Das Archiv ist im Aufbau und wird ständig ergänzt.

 

 

Um 1921 Herrenmannschaft TV Brandis - Pioniere des Brandiser Fußballsports

Blick in die Geschichte des Brandiser Fußballs

Im Jahre 1921 wurde im damaligen „Turnverein für Brandis und Umgebung“, der bereits 1904 ins Leben gerufen wurde, die Sparte Fußball gegründet. Der Name des Vereins ist nicht mehr der gleiche wie damals. Die wechselvolle Geschichte, die die Fußballer hinter sich haben, sah viele kommen und gehen: Vereinsnamen, Verantwortliche, Spieler und Freunde.

 

Auch der Fußballsport hat sich verändert. Es sind nicht mehr die Zeiten, wo Spieler den Verein aus der Taufe hoben und ihr Taschengeld in voller Höhe in die Vereinskasse steckten. Vorbei ist es auch mit den meisten Idealen, die diese Zeiten auszeichneten. Sportlichkeit, Fairness und eiserner Kampfeswille, all das sind Eigenschaften, die selten geworden sind. Geblieben ist die Begeisterung für den Fußball, so auch in Brandis.

 

Die Anfangsjahre waren nicht leicht, Inflation und Arbeitslosigkeit bestimmten den Lebensrhymhmus vieler Familien. Trotzdem wurde mit viel Elan der Brandiser Fußball aufgebaut und von nachfolgenden Generationen weitergeführt.

 

Als eine besondere Sternstunde der Entwicklung des Fußballsportes erwies sich der Bau des heutigen Sportplatzes „Freundschaft“. Viele aktive Sportler und Fans schwangen Spitzhacke, Schaufel und Spaten, um dann auf eigenem Rasen die sportlichen Kontrahenten empfangen zu können. Eingeweiht wurde er im Jahre 1931 mit dem Spiel gegen eine Berliner Mannschaft aus Lichtenberg. Der Bau des heutigen „Sportlerheimes“ erfolgte in den Jahren 1946 / 47.

 

Nur wenige ehemalige Mitstreiter erinnern sich noch an das Jahr 1942, als die Brandiser Kicker in der Vorrunde der Sachsenmeisterschaft eisern mitmischten.

Auch nach der Beendigung des 2. Weltkrieges hat es rührige Fußballfreunde gegeben, die unverzüglich an die Weiterführung des Fußballsports in Brandis gingen. Im August 1945 wurde das erste Spiel mit dem Nachbarort Beucha organisiert. Fußballgeschichte geschrieben haben aber vor allem die Aktiven.

Herrenmannschaft TV Brandis zum Sportfest 1929 vorm alten Sportlerheim

/ Heute ein Wohnhaus

1. Herrenmannschaft LWSV Brandis um 1939

1945 wurde der Turnverein im Zuge des allgemeinen Verbots für Sportvereine aufgelöst. Nachdem in der sowjetischen Besatzungszone der Sportverkehr in Form von Betriebssportgemeinschaften (BSG) neu organisiert wurde, gründete das in Brandis ansässige Silikatwerk für seine Mitarbeiter die BSG Chemie Brandis. Im Laufe des Jahres 1953 erfolgte ein Namenswechsel in BSG Stahl Brandis.

 

Der sportliche Durchbruch im Männerbereich gelang 1952 mit dem Aufstieg der 1. Herren in die Bezirksklasse Leipzig. Bis zum heutigen Zeitpunkt spielte diese Mannschaft in 40 Spieljahren im Bezirksmaßstab, davon 13 Jahre in der Bezirksliga.

Im Jahr 1972 begann die internationale Fußballverbindung mit dem tschechischen Ort Plumlov. 

 

1990 verlor die BSG durch die politisch bedingten wirtschaftlichen Veränderungen die Unterstützung ihres Trägerbetriebes Silikatwerk. Daraufhin gründeten BSG-Mitglieder am 20. Juli 1990 den eingetragenen Verein TSV Rot-Weiß 90 Brandis.

Nach der Gründung des TSV Rot-Weiß 90 Brandis erfolgte die Einweihung des neuen Sozialtraktes auf dem Sportplatz „Freundschaft“ im Jahr 1992.

 

Am 27. Juni 1997 löste sich die Fußballabteilung des TSV auf, und die Fußballmannschaften schlossen sich dem am 29. Mai 1997 gegründeten FSV 1921 Brandis an.

 

An dieser Stelle sei Dank gesagt den vielen eifrigen, einstigen und jetzigen Mitstreitern, seien es Spieler, Trainer, Übungsleiter, Betreuer, Schiedsrichter, Platzwarte und Vereinsverantwortliche.

 

Langjährige, verdienstvolle Vorsitzende im Brandiser Fußballsport nach 1945:

 

Paul Gutmann  †
Wolfgang Wiedemann  †
Hans Landschreiber  †
Fritz Sommer  †
Günter Landschreiber

Günter Kögler

Sportlicher Werdegang 

 

Die Fußballmannschaft der BSG Chemie startete 1951 in der Kreisklasse. Sie beendete die Saison als Kreismeister und gewann gegen Stahl Roßwein das Aufstiegsspiel zur Bezirksklasse. 1955 gelang der BSG Stahl Brandis der Aufstieg in die damals viertklassige Bezirksliga Leipzig. Bis 1962 konnte stets der Klassenerhalt gesichert werden, aber dann musste die BSG wieder zurück in die Bezirksklasse, der sie zwischen 1952 und 1990 insgesamt 24 Spielzeiten angehörte. 1964 gelang erneut der Aufstieg in die inzwischen drittklassige Bezirksliga, diesmal für fünf Jahre. 1973/74 spielte man dann noch einmal für ein Jahr in der Bezirksliga und 1984 ging es gar hinab in die Kreisliga Wurzen, wo jedoch postwendend die Rückkehr in die Bezirksklasse gelang.

In den Jahren 1954 und 1955 hatte sich Stahl Brandis für den DDR-weiten FDGB-Fußballpokal-Wettbewerb qualifiziert, kam aber jeweils über die erste Runde nicht hinaus. 1954 hieß der Gegner Stahl Freital. Gegen den Zweitligisten konnte Brandis zu Hause nach Verlängerung ein 2-2 erreichen, das Wiederholungsspiel in Freital ging jedoch mit 2-3 verloren. 1956 musste Brandis gegen Stahl Riesa aus der drittklassigen II. DDR-Liga antreten und schied umgehend nach einer 0-2-Heimniederlage aus dem Wettbewerb aus.

Der TSV Rot-Weiß startete im DFB-Spielbetrieb 1990 in der viertklassigen Bezirksliga Leipzig. Nach zwei Jahren stieg der Verein in die 6. Liga Bezirksklasse ab. Der FSV stieg bis in die achtklassige Kreisliga ab, stieg 2005 für zwei Jahre wieder in die Bezirksklasse auf und spielt seit 2007 in der Kreisliga (seit 2008 9. Spielklasse)

 

Quelle Wikipedia

Sportplatz Freundschaft Eröffnung Eingangstor um 1931

Sportplatz Freundschaft Bild vom Spielfeld um 1931

Mit einem Spiel Berlin Lichtenberg gegen Brandis wurde der Sportplatz eröffnet.

Hier ein Foto beider Teams vor dem Parschlösschen in Brandis